März 2009
iBrain
Gary Small

Gary Small, Professor für Neurowissenschaften an der Universität Los Angeles, zeigt auf anschauliche Weise wie die zunehmende Ausbreitung der digitalen Technik unsere Gehirnentwicklung verändert. Durch den täglichen Umgang mit den Hightech-Geräten verändern sich Hirnzellen, es werden Neurotransmitter freigesetzt, neue neuronale Bahnen werden gestärkt und alte geschwächt.
Die Hightech-Revolution verändert insbesondere die Kommunikation der jungen Generation, sprich die soziale Kompetenz unserer Kinder.
Das Buch bietet konkrete Strategien, wie Eltern und Erzieher dem sozialen Manko begegnen können und wie sie die sozialen Fähigkeiten gezielt fördern können.
Beim Lesen war ich besonders erstaunt über das Vokabular des Textes – Hightech hat eine eigene Sprache, was mir gar nicht so bewusst war.

Die Lektüre ist spannend und bereichernd!
 

 

 

Feber 2009
Tyrannen müssen nicht sein
Michael Winterhoff
 
Michael Winterhoff verwendet den Begriff „Tyrann“ im Sinne seiner ursprünglich wertfreien Bedeutung für Machtumkehr, die sich auf Grund von Bezeihungsstörungen bei immer mehr Erwachsenen in Bezug auf Kinder manifestiert.
Eine seiner zentralen Fragen lautet „Was müssen wir tun, um den kleinen Kindern eine Entwicklung zu ermöglichen, die verhindert, dass sie später im Leben Probleme bekommen und schließlich selbst als Problem empfunden werden?“.
In einem Kapitel erarbeitet er, wie Erwachsene erkennen können, ob sie sich in einer Beziehungsstörung befinden, und wenn ja, wie man aus diesem Dilemma herausfindet.
Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Kommunikationsstörungen, die Bewusstwerdungs- und Lösungsprozessen massiv im Weg stehen. Dabei schildert Winterhoff an alltäglichen Beispielen, inwiefern sich das Verhalten von Erwachsenen ingleichen Situationen durch die unterschiedlichen „Kind-Konzepte“ verändert.
Das Buch ist ein guter Beitrag um auf das Konzept „Kind als Kind“ wieder mehr Augenmerk zu legen.

 

 

Dezember 2008
Von der Weisheit der Märchen
Susanne Stöcklin-Meier
 
Märchen

Ein Buch für alle, die gerne Märchen erzählen, lesen und interpretieren.
Es ist aber kein „gewöhnliches“ Märchenbuch, sondern die Autorin zeigt anhand von mehr als 50 bekannten und weniger bekannten Märchen, Fabeln und Geschichten, welche Werte damit vermittelt werden können. Die Kapitel heißen Wahrheit, Rechtes Handeln, Frieden und Miteinander, Liebe, Gewaltlosigkeit. Jedes dieser fünf Themen wird definiert und erläutert, sowie mit Sprichwörtern und Redewendungen versehen. Die anschließenden Märchen werden literarisch zugeordnet und sind jeweils durch Gesprächs- und Spielanregungen ergänzt. Zum „richtigen“ Märchenbuch wird es durch die Illustrationen der lettischen Künstlerin Anita Kreituse.

 

Jänner 2009
Auch Schildkröten brauchen Flügel!
F.-J Huainigg

F.-J. Huainigg, der seit früher Kindheit nach einer Dreifachimpfung gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten behindert ist, sagt, die Flügel, das sind Fantasie, Witz, Selbstvertrauen und die Zuneigung anderer Menschen.
In seiner Autobiografie erzählt er von seiner Kindheit mit seiner liebevollen Familie in Kärnten, von den großen Schwierigkeiten des Aufwachsens mit dieser schweren Behinderung, von den Rückschlägen durch verschiedene Krankheiten, von seiner großen Liebe Judit, die heute seine Frau ist und von der gemeinsamen Tochter Katharina.
Er berichtet von seiner Arbeit als Abgeordneter zum Nationalrat für die Integration behinderter Menschen, von seinem Schriftsteller-Leben.
Seine Schilderungen sind voller Poesie und dermaßen charmant und humorvoll, dass die Lektüre dieses Buches eine wahre Freude ist!

 

November 2008
Im Schatten des Ruhms
Sir Erikson Bloland

Erik H. Erikson ist einer der bedeutendsten Entwicklungspsychologen und Psychoanalytiker. Seine Bücher „Kindheit und Gesellschaft“ (Klett-Cotta Verlag), „Identität und Lebenszyklus“ (Suhrkamp), „Der vollständige Lebenszyklus“ (Suhrkamp) gehören seit Jahrzehnten zu den großen Standardwerken der Psychologie.
Seine Tochter beschreibt in „Im Schatten des Ruhms“ anhand ihrer eigenen Biografie welche zwiespältige Rolle Ruhm im Leben von berühmten Menschen und ihren Angehörigen spielt.
Sie erzählt sehr offen, aber in äußerst achtsamer Art und einer wunderschönen Sprache,  wie viele Aspekte ihres Lebens durch die außerordentlichen Begabungen und Leistungen ihrer beiden Eltern nicht nur positiv beeinflusst wurden.

Ein großartiges Buch!  M. R.

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